Der Maulwurf

Kleine Plagegeister oder putzig-süße Tierchen? Darin streiten sich die Gärtner und Nicht-Gärtner, Landbesitzer und Nicht-Landbesitzer und Tierfreunde und Nicht-Tierfreunde. Doch eins ist Fakt: Der Maulwurf polarisiert. Auf der einen Seite nützlich und süß anzusehen, auf der anderen Seite wird er auch als Schädling betrachtet. Doch wer ist der Maulwurf, wie lebt er? Nützling oder Schädling? Vertreiben oder behalten? Fragen, denen die nachfolgende Abschnitte auf den Grund gehen werden.

Ordnung und Vorkommen des Maulwurfs

Talpa Europaea - Europäischer MaulwurfDie Familie der Maulwürfe, lateinisch Talpidae, gehören zur Ordnung der Insektenfresser und kommen auf dem eurasischen und auf dem nordamerikanischen Kontinent vor. Insgesamt beheimaten Europa, Asien und Nordamerika 35 verschiedene Arten von Maulwürfen. Die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art ist der Europäische Maulwurf (Talpa europaea). Dieser ist auch in Deutschland zu Hause.Neben unserer Heimat verbreitet er sich in fast ganz Europa, von Großbritannien bis Sibirien. In Irland, der Kaukasusregion und dem Mittelmeerraum kommen keine europäischen Maulwürfe vor, da diese eher ein gemäßigten Klimaregionen leben und nicht zu trockene Wiesen, Wälder und Kulturland bevorzugen. Selbst bis zu einer Höhe von 2.400 Meter sind europäische Maulwürfe auch in den Alpen anzutreffen.

Der Name Maulwurf hat übrigens nichts mit seinem Maul zu tun, sondern leitet sich von dem althochdeutschen Begriff „Moltewurf“ ab. „Molte“ bedeutet übersetzt Erde.

Steckbrief eines Maulwurfs

Maulwurf auf einem MaulwurfshügelMit seinem schwarzen bis schiefergrauen Fell, das sich nahezu samtig anfühlt, seinem kleinen Körperbau und dem stupsnasenartigen Rüssel weckt der Maulwurf positive Emotionen bei den Menschen. Dadurch können ihn viele als „süß“ bezeichnen. Ein erwachsenes und ausgewachsenes Exemplar erreicht eine Länge von 10 bis 17 Zentimetern und bringt circa 60 bis 120 Gramm auf die Waage. Der Hals des Maulwurfs ist von außen nicht sichtbar, sodass optisch der mit dem Rüssel spitz zulaufende Kopf direkt in den walzenförmigen Körper übergeht. Die vorderen Pfoten sind zu Schaufeln umgebildet und verfügen über fünf Zehen. Dadurch, dass die Handflächen der Vorderpfoten nach außen, vom Körper weg, gedreht sind, kann er besser und effektiver graben. Der kleine Kerl ist auch ein echt starker Typ. Mit den Pfoten kann der Maulwurf das 32-fache seines Körpergewichts anheben. Um die empfindlichen Ohren gegen einfallende Steinchen und Erde zu schützen, verfügt er über eine Hautfalte, mit der er seine Ohren verschließen kann.

Ein Leben im Verborgenen

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erschienen in „Illustrierter Leitfaden der Naturgeschichte des Thierreiches, 1876“, Originator: T. F. Zimmermann

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Der europäische Maulwurf hat sich einem Leben unter Tage verschrieben. Überirdisch sind sie nur sehr selten anzutreffen. Entdeckt werden kann die Existenz eines Maulwurfs auf dem heimischen Grundstück jedoch sehr einfach: Durch die klassischen Mauswurfshügel. Da er unterirdische Tunnelsysteme, die bis zu einem Meter in die Erde reichen können, gräbt, transportiert er das Aushubmaterial an die Erdoberfläche, wobei diese kleinen Erdhügel auf dem heimischen Rasen oder den Beeten entstehen. Hierbei schiebt er die überschüssige Erde mit seinem Kopf und seinem Rüssel vor sich her, bis er die Oberfläche erreicht. Ungefähr alle 50 bis 100 Zentimeter wirft er einen kleinen Hügel auf.

Dabei haben die Hügel eine lebenswichtige Funktion für den Maulwurf. Sie dienen der Belüftung des unterirdischen Tunnelsystems und der Abgabe des sich sammelnden Kohlenstoffdioxids. Wer einen Hügel platt tritt, signalisiert dem Maulwurf eher, dass er schnell einen weiteren Haufen aufwerfen muss, um die Belüftung zu gewährleisten. Platt treten ist also eher kontraproduktiv für die Schönheit des Rasens. In einer Bauernregel heißt es weiterhin, dass der Winter besonders hart wird, wenn die Hügel des Maulwurfs im Herbst besonders groß sind.

Da der Maulwurf lange Gänge unter der Erde gräbt, kann er die Wurzeln von Pflanzen beschädigen oder zerstören, sodass diese eingehen. Anfressen wird der Maulwurf die Wurzeln jedoch nicht, da er kein Pflanzen-, sondern ein reiner Fleischfresser ist. Beim Graben arbeitet der Maulwurf sehr akribisch und kommt ungefähr sieben Meter pro Stunde voran. Vorausgesetzt, der Maulwurf gräbt fünf Stunden am Stück durchweg, so kann er ein Höhlensystem von 35 Metern graben. Theoretisch.

MaulwurfskralleSind die Gänge einmal fertig gestellt, so schlendert er in einem, mit dem Menschen vergleichbaren, gemütlichen Spaziergang durch sein Grabensystem. Durchschnittlich wird eine Geschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde erreicht. Sozusagen lebt der Maulwurf, um zu graben. Vor allem den Vormittag nutzt der Baumeister, um sein unterirdisches Reich zu erweitern. Unter der Erde ist deutlich weniger Sauerstoff als über der Erdoberfläche verfügbar. Auch hieran hat sich das Tier perfekt angepasst. Die Konzentration vom Hämoglobin ist in den Blutbahnen des Maulwurfs sehr hoch.

Die weit verbreitete Annahme, dass Maulwürfe vollständig blind sind, da sie den größten Teil ihres Lebens unter der Erde verbringen, stimmt jedoch nicht. Sie sind zwar in ihrer Sicht eingeschränkt, verfügen jedoch trotzdem über eine Sehfähigkeit. Deutlich besser als die Fähigkeit zu sehen sind die Fähigkeiten zu tasten, zu riechen und zu hören ausgeprägt. Der Geruchssinn, der Tastsinn und das Gehör sind hoch sensibel. Den Geruchssinn benötigt der Maulwurf, um seine Beute in den Gängen und im Erdreich aufzuspüren. Mit dem Tastsinn, der sich größtenteils auf die Tasthaare am Kopf des Tieres konzentriert, orientiert er sich in seinen Gängen und kann so seinen Weg „ertasten“.

Das Leben eines Maulwurfs

Je nach Ort und den spezifischen Eigenschaften des Tieres werden Maulwürfe zwischen drei und sechs Jahre alt. Ist ein Maulwurfbaby ungefähr einen Monat alt, so ist es bereits stark genug und reif das Nest der Mutter zu verlassen. Er sucht sich ein neues Revier und baut seine eigenen Gräben und sein eigenes Nest. In diesem Alter liegt auch die höchste Sterblichkeitsrate. Die Jungtiere haben noch keine große Erfahrung im Leben und begeben sich auf die Suche nach einem neuen, eigenen Revier. Sie sind so nahezu fast schutzlos den natürlichen Fressfeinden ausgeliefert.

Bereits nach dem ersten Geburtstag ist er geschlechtsreif und bereit sich fortzupflanzen. Die Zeit der Partnersuche im Frühjahr ist die einzige Zeit im Jahr, in der sich die Maulwürfe in Gesellschaft begeben. Ansonsten ist er ein strikter Einzelgänger und zieht allein seine Runden über und unter dem Boden. Zur Zeit der Paarung erweitert er sein normalerweise ca. 2.000 Quadratmeter großes Territorium und geht auf Brautschau. Da diese ebenfalls zum großen Teil unter der Erde stattfindet, finden Gärtner und Grundstücksbesitzer im März und April die meisten Maulwurfshügel. Die Gräben und Gänge müssen schließlich deutlich erweitert werden, um ein Weibchen zu finden. Diese Suche muss schnell gehen, da das Maulwurfweibchen nur etwa 30 Stunden im Jahr paarungsbereit ist. Verpasst das Männchen diese Gelegenheit, muss es sich eine neue Partnerin suchen oder bis zum kommenden Jahr warten. Schafft ein Männchen es, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, so läuft der Akt recht unspektakulär ab und ist eher auf Effektivität und den Abschluss ausgelegt.

Danach verpasst das Männchen dem Weibchen eine Art Keuschheitsgürtel, indem es die Geschlechtsöffnung mit einem harzartigen Propfen verschließt. So werden andere Männchen daran gehindert, sich ebenfalls mit diesem Weibchen fortzupflanzen und er stellt sicher, dass nur seine DNA weitergegeben wird. Nach einer Tragzeit von vier bis fünf Wochen bringt die Mutter drei bis sieben Jungtiere zur Welt, die weitere vier Wochen gesäugt werden. Dabei ist die Mutter in dieser Zeit alleinerziehend. Der Vater betrachtet den Sex mit dem Weibchen als One Night Stand und verlässt sie nach dem Akt. Die jungen Maulwürfe sind Nesthocker und kommen nackt zur Welt. Es dauert rund drei Wochen, bis sich die Augen öffnen und das Wachstum des samtigen, dunklen Fells einsetzt.

Sind die Jungen selbstständig, so gliedert sich ihr Tagesablauf in drei relevante Wachphasen. Diese dauern in der Regel zwischen vier und fünf Stunden. Daran schließt sich eine drei bis vier Stunden dauernde Schlafphase an, in der sie wieder Energie tanken. Die Wachphasen sind meist am Vormittag, am Nachmittag und gegen Mitternacht. Wobei sich ein Maulwurf tagsüber eher unter der Erde aufhält und nur nachts an die Oberfläche kommt, um gegebenenfalls auf die Suche nach oberirdischer Nahrung oder Ast- und Blattwerk für das Nest zu gehen.

Die Ernährung des Maulwurfs im Jahresverlauf

Oft wird angenommen, dass Maulwürfe die Wurzeln der Pflanzen im Garten anknabbern und somit diese vernichten. Jedoch sind die Tiere absolute Fleischfresser und ernähren sich nur von Insekten und Würmern. Diese jagen sie in ihren wachen Phasen zumeist in den Gängen. Zum Teil beginnen sie aber auch nach Insekten zu graben oder gehen nachts an der Erdoberfläche auf die Jagd. Dies unterscheidet sich jedoch von Tier zu Tier und ist von der Erfahrung des Maulwurfs, aber auch von der Umgebung und der Beschaffenheit des Bodens abhängig.

Maulwurf jagt Engerling

Author: Walter Heubach (German, 1865-1923)

Mit den gerade einmal stecknadelkopfgroßen Augen, die tief im Fell verborgen sind, können sie zwar sehen, aber zur Jagd eignen sich diese nicht. Hier greifen weitere Sinne, mit denen sie eine potenzielle Beute sogar in die Gänge hineinfallen hören können. Befindet sich das Beutetier in der Nähe, so spürt dies der kleine Kerl anhand der Temperaturunterschiede und kann zuschlagen.

Da Maulwürfe jeden Tag sehr viel unterwegs sind und viel Erdmasse bewegen, benötigen sie auch sehr viel Energie. Dies setzt voraus, dass viel Nahrung aufgenommen wird. Hierzu jagen sie vor allem Regenwürmer, Käfer und zweiflüglige Insekten. Im besonderen Glücksfall kreuzt ein kleines Nagetier oder eine Echse den Weg des kleinen Vielfraßes. Auch diese würde er nicht vom Teller stoßen. Ein durchschnittlicher Maulwurf mit einem Gewicht von 100 Gramm benötigt etwa 20 bis 30 Kilogramm Nahrung pro Jahr. Nähert sich der Winter, fallen viele Tiere, der Maulwurf ausgenommen, in den Winterschlaf.

Dies trifft bei den Säugetieren zu, aber auch viele Insekten fallen in eine Starre im Winter und bewegen sich weniger. Wenn sich Insekten nicht bewegen, so können Maulwürfe, die keinen Winterschlaf halten, sie nicht hören und fühlen. So muss der Maulwurf, da er im Winter in tiefere Bodenschichten vordringt, um sich vor dem Frost zu schützen, intensiver auf die Suche gehen und mehr graben, um eine größere Anzahl an im Boden lebenden Insekten zu finden. Zusätzlich, um eine Nahrungsknappheit durch ausbleibende Funde von Insekten auszugleichen, muss er sich einen Nahrungsvorrat für die kalten Monate anlegen.

Hierzu sammelt er Insekten und lagert diese in seiner Vorratshöhle unter der Erde. Zu großen Teilen sammelt er Regenwürmer, denen er den Kopf abbeißt und unter die Erde schafft. Das Abbeißen des Kopfes hat den Zweck, dass die Regenwürmer nicht mehr aus den Fängen des Maulwurfs entkommen und fliehen können, aber trotzdem noch am Leben bleiben. Sie werden bewegungsunfähig. Wirkt auf den Menschen grausam, doch ist für den Maulwurf notwendig, um zu überleben. Regenwürmer, die die Lagerung im Vorratsraum nicht überleben, werden vom Maulwurf nicht mehr angerührt oder gefressen.

Kann ein Maulwurf über eine Dauer von 12 bis 24 Stunden keine Nahrung aufnehmen, wird er zwangsweise sterben. Pro Tag nimmt er etwa die Masse seines eigenen Körpergewichts, zwischen 60 und 120 Gramm, an Nahrung auf. In einer Vorratshöhle eines einzelnen Maulwurfs sind schon über 1.200 Regenwürmer gefunden worden.

Natürliche Feinde des Maulwurfs

Eulen, Greifvögel, Raben, Störche, Marder, Füchse, Katzen und Hunde sind die natürlichen Feinde des Maulwurfs, von denen er bedroht wird. Ein weiterer Feind hat ihn allerdings nicht gerade zum Fressen gern, sondern will ihn nur los werden: Der Mensch.

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